Produktive Stadt

Typologisch bildet der Hof als Ausdruck des gemeinschaftlichen Kontexts die Grundlage des Konzepts.

Aus einer Ansammlung unterschiedlicher Gebäudeformen entsteht ein informelles und offenes Miteinander in dem alle und jeder seinen/ihren individuellen Platz findet. Die Neuinterpretation des klassischen "Wohn- bzw. Gewerbehofes" schafft einerseits  eine klare städtebauliche Kante und ermöglicht vielfältige Beziehungen hin zur gewachsenen Umgebung.

Unterschiedlich ausgerichtete Produktionsstätten (Mikrozonierung) bringen Vielfalt und schaffen neue Perspektiven der Beschäftigung. Differenzierte Erschließungssysteme und Wohntypologien bilden die  Grundlage für eine vielfältige Bewohnerstruktur. Damit die Wiener Melange für alle und jeden gleichermaßen attraktiv ist, reagiert der Entwurf auf individuelle  Parameter abhängig von der jeweiligen Nutzung. Neben einer positiven Auswirkung auf die Integration unterschiedlicher, sozialer Gruppen ergeben sich Synergien für das direkte Arbeitsumfeld durch Vernetzung und Kommunikation. Differenzierte Gebäudehöhen ergeben ein heterogenes Gesamtbild mit spezifischen Qualitäten für die einzelne Nutzung. Großzügige Durchgänge sorgen für eine direkte Anbindung der Freiflächen an die Umgebung. Die mit Bäumen bewachsene Hoffläche (kühlende Oase) wird dabei zur Bühne und zur alles verbindenden Kommunikationsfläche. Ein intelligentes Mobilitätskonzept erfüllt den Anspruch einer klaren Trennung zwischen motorisiertem und Radverkehr, sowie der Verortung großzügiger Anlieferungszonen entlang der Erdgeschosszone an der "Hofaußenseite".


Name: Produktive Stadt
Status: Gutachterverfahren geladen
Typ: Multifunktionales Gebäude  
Kunde: SÜBA Bau und Projekterrichtungs GmbH
Wo: 1210 Wien
Zeitraum: 2020
Kooperation: Lichtblau Spindler Architekten ZT GmbH
Freiraum: Lindle Bukor Atelier für Landschaft 
Haustechnik: iC, Klaus Reisinger
Visualisierung: Janusch
Modellbau: matt weiss
 

Team: Martin Belkovsky, Renata Veghova, Clemens Schwarz