GARTENBAU

WETTBEWERB SCHLOSS HARTBERG

Aufgabe war es die bestehende Kosmetikfirma, die seit geraumer Zeit die bestehenden Räumlichkeiten nutzt um weitere Nutzflächen zu erweitern.
Die Intention ist das geplante Gebäude auf schonende Weise in das Renaissanceensemble einzufügen. Da das historische Gebäude ostseitig bereits beendet ist wird die äußere Gestaltung in die Gartengestaltung integriert. Der ostseitige Zubau weist die Struktur eines Renaissancegartens auf. Renaissancegärten sind architektonisch konstruiert, geometrisch angeordnete Beete und Wege, im Mittelpunkt ein Platz oder Brunnen, die einzelnen Bereiche wie das Zimmer eines Hauses rechteckig angeordnet. Symmetrie ist ein wichtiges Merkmal dieser Epoche. Der in das Erdreich eingegrabene Zubau ist nach streng geometrischem Muster gestaltet. Die Atrien „Lichtatrien“ belichten die Räume des Gebäudes und machen das Gebäude im Inneren sehr hell. Durch diese Atrien ist der Einblick
in die Räume gegeben. Durch die Atrien als Lichtquellen ist eine flexible Raumgestaltung in beiden Geschoßen möglich. Klare Strukturierung im Erdgeschoss in öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich.

Klare Strukturierung des Untergeschoßes in Produktions- und Lagerstätten.
Der öffentliche Eingang für die Besucher nimmt gestalterisch die axiale Wegeführung wie im Renaissancegarten auf. Der Verbindungsgang von Verwaltung zu Produktion wird eingegraben, und somit nicht wahrgenommen. Nur ein verglastes Stiegenhaus mit Lift weist auf das Gebäude hin.
Anstelle der Gemüsebeete des Nutzgartens sind es hier Duftbeete. Der Mittelpunkt –„ das Wasserbecken „ ist der Belichtungsauslass
des darunterliegenden Auditoriums. Durch geringe Anschüttungshöhe zum Bestand, ca. 80 cm, sind die Ausblicke und Einblicke unbeeinflusst und Blickachsen bleiben erhalten. Das bestehende Wegesystem wird nicht geändert.

Planungsteam: Johann Haidl, Wolfgang Wallinger, Franz Stibli und Peter Larcher