»WOHNEN IN WIEN«

WOHNHAUSANLAGE UND REIHENHÄUSER SCHIERGASSE

1.Stadtstruktur

Die Bauplätze und Baukörper erstrecken sich von Norden nach Süden. Die Erschließung erfolgt über Gemeinschaftsflächen von Osten her. Die Terrassen im Erdgeschoss sind nach Westen orientiert.

2.Gebäudestruktur

Die Gebäude auf den beiden Bauplätzen erfahren eine ähnliche Orientierung. Die Eingänge sind durchwegs auf der Ostseite konzipiert. Damit ergibt sich dort eine Kommunikationszone für die Bewohner. Dieser Umstand wird in der Landschaftsplanung insofern berücksichtigt als die ostseitig gelegenen Privatgärten ohne räumliche Absperrung konzipiert werden. Nach Westen hin sind im Erdgeschoss die Terrassen orientiert, diese werden von Hainbuchenhecken abgegrenzt. Die Erschließung der Wohnanlage am Bauplatz 1 erfolgt im 1. Obergeschoss über einen witterungsgeschützten Laubengang. Alle anderen Wohnungen haben Ihren individuellen Eingang. Alle Gebäude werden ausnahmslos von Westen und Osten belichtet und belüftet. Die Tragstruktur ist aufgrund der Spannweiten sehr wirtschaftlich konzipiert.

3.Wohnungsstruktur

Durch eine möglichste große Zahl an privaten Wohnungseingängen wird, die in diesem Gebiet herrschende Typologie, fortgesetzt. Insgesamt werden 14 neue Wohnungen errichtet. Folgende Aufteilung wurde gewählt. Am größeren Grundstück befindet sich die Wohnanlage mit zentraler Laubengangerschließung. Über den dort befindlichen Lift ist es möglich die gemeinsame Tiefgarage auch behindertengerecht zu erschließen.

In der Wohnanlage befinden sich 6 3-Zimmerwohnungen, 2 4-Zimmer Wohungen und 2 2-Zimmer Wohnungen. Am kleineren Grundstück entstehen 4 Reihenhäuser. Die Wohnzimmer sind in allen Wohnungen nach Westen und damit zum privaten Bereich hin orientiert. Die Gangflächen richten sich dagegen überwiegend nach Osten aus. Allen Wohnungen werden Austritte ins Freie ermöglicht.

Die Wohnungen im Erdgeschoss erhalten großzügige Eigengärten. Die Wohnungen im 1. Obergeschoss werden mit Balkonen ausgestattet und im Dachgeschoss werden den Wohnungen großzügige Terrassenflächen zugeteilt.

4.Gestaltung

Den Gebäuden am Bauplatz 1 und Bauplatz 2 wird eine sehr ähnliche Höhenentwicklung zugedacht.
Beim Entwurf wurde sehr viel Wert daraufgelegt, die Baukörper trotz Ihrer Differenziertheit sehr unaufgeregt und in Ihren Proportionen dem Ort entsprechend darzustellen. Die Fensterelemente Balkone und Gaupen sind auf beiden Bauplätzen wiederholend und geben den beiden Bauplätzen trotz der Unterschiedlichkeit der Gebäude eine ähnliche Identität. Die Fassade wird als Vollwärmeschutzfassade in einem helleren beige-erdigen Farbton vorgeschlagen. Die Balkone werden als Betonfertigteilobjekte mit dunkler Lochblechabsturzsicherung konzipiert. Die Absturzsicherung im 2. Obergeschoss soll um das Gebäude nicht allzu massiv erscheinen zu lassen, in vertikale Stabelemente aufgelöst werden. Um die Baukörper in ihrer sehr zurücknehmenden Höhenentwicklung zu betonen wird das Dach in gegensätzlicher Farbgestaltung zur Fassade vorgeschlagen. Als Material wird ein Blechdach in rötlichbrauner Färbung konzipiert.

PLANUNGSTEAM

RH+ Architekten mit Architekt Peter Larcher